Freie Universität Berlin


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Deutsch-Französische Hochschule feiert zehnjähriges Bestehen

Festakt zum Jubiläum an der Freien Universität Berlin

27.05.2009

Professor Pierre Monnet, Präsident der Deutsch-Französischen Hochschule; Professor Dieter Lenzen, Präsident der Freien Universität Berlin, Peter Ammon, Staatssekretär des Auswärtigen Amts (1. Reihe v.l.n.r.)
Professor Pierre Monnet, Präsident der Deutsch-Französischen Hochschule; Professor Dieter Lenzen, Präsident der Freien Universität Berlin, Peter Ammon, Staatssekretär des Auswärtigen Amts (1. Reihe v.l.n.r.) Bildquelle: David Ausserhofer
Schneiden gemeinsam die Jubiläumstorte an: Prof. Pierre Monnet, Präsident der DFH; Peter Ammon, Staatssekretär des Auswärtigen Amts; Bruno Le Maire, Staatssekretär des französischen Außenministeriums (v.l.n.r.)
Schneiden gemeinsam die Jubiläumstorte an: Prof. Pierre Monnet, Präsident der DFH; Peter Ammon, Staatssekretär des Auswärtigen Amts; Bruno Le Maire, Staatssekretär des französischen Außenministeriums (v.l.n.r.) Bildquelle: David Ausserhofer
Eine Delegation der Deutsch-Französischen Hochschule wird von Bundespräsident Horst Köhler in Schloss Bellevue empfangen
Eine Delegation der Deutsch-Französischen Hochschule wird von Bundespräsident Horst Köhler in Schloss Bellevue empfangen Bildquelle: David Ausserhofer
Vor dem Eingang zu Schloss Bellevue - die Mitglieder der Delegation der DFH mit dem Bundespräsidenten Horst Köhler
Vor dem Eingang zu Schloss Bellevue - die Mitglieder der Delegation der DFH mit dem Bundespräsidenten Horst Köhler Bildquelle: David Ausserhofer
Die „Europäische Messe für Forschung und Karriere – RESEARCH“ fand im Henry-Ford-Bau anlässlich des DFH-Jubiläums statt und wollte Wissenschaftler mit Vertretern der Wirtschaft in Kontakt bringen
Die „Europäische Messe für Forschung und Karriere – RESEARCH“ fand im Henry-Ford-Bau anlässlich des DFH-Jubiläums statt und wollte Wissenschaftler mit Vertretern der Wirtschaft in Kontakt bringen Bildquelle: Marina Kosmalla

„Mobil, exzellent und weltoffen“ – so lautet das Motto der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH). In diesen Tagen feiert die DFH - ein Verbund von rund 180 Partnerhochschulen aus Deutschland, Frankreich sowie weiteren europäischen Ländern - ihren zehnten Geburtstag an der Freien Universität Berlin.

1997 beim deutsch-französischen Gipfel in Weimar beschlossen, nahm die Hochschule im September 1999 ihre Arbeit auf. Das Kerngeschäft der DFH besteht in der Förderung von rund 150 integrierten binationalen, zum Teil auch trinationalen, Studiengängen, die zurzeit von rund 4.800 jungen Menschen besucht werden. Die Teilnehmer dieser Studiengänge der DFH sind an zwei Partnerhochschulen eingeschrieben, einer in Deutschland und einer in Frankreich. Sie studieren gemeinsam in einer integrierten Studierendengruppe und erhalten ein deutsches und ein französisches Abschlussdiplom.

Airbus, Ariane-Rakete und Deutsch-französische Hochschule

Professor Dieter Lenzen, Präsident der Freien Universität Berlin und Gastgeber, eröffnete die Feierlichkeiten vor Wissenschaftlern und Diplomaten aus Frankreich und Deutschland gemeinsam mit dem Präsidenten der Deutsch-Französischen Hochschule, Professor Pierre Monnet. Peter Ammon, Staatssekretär des Auswärtigen Amts, der vor 31 Jahren an der Freien Universität promoviert wurde, unterstrich die Rolle der Deutsch-Französischen Hochschule: „Sie ist eine verlässliche Institution und gehört neben Airbus und der Ariane-Rakete zu den Errungenschaften der deutsch-französischen Zusammenarbeit.“ „Die Deutsch-Französische Hochschule leistet eine wichtige Rolle beim Kennenlernen der Kultur des anderen Landes: der Musik, Literatur und Philosophie“, betonte Bruno Le Maire, Staatssekretär für europäische Angelegenheiten des französischen Außenministeriums und Generalsekretär für die deutsch-französische Zusammenarbeit.

Förderung kultureller Offenheit

Professor Dieter Lenzen hob die Pilotfunktion der Deutsch-Französischen Hochschule hervor: „Sie fördert vor allem das Erlernen von interkultureller Kompetenz.“ Die Absolventen seien überall auf der Welt anzutreffen und begehrte Arbeitskräfte. Stéphane Lacalmette, der zwischen 2001 und 2005 dank eines DFH-Studiengangs sowohl in Paris als auch in Stuttgart Maschinenbau studiert hat, fügte hinzu: „Durch mein Studium konnte ich nicht nur meine Deutschkenntnisse verbessern, sondern auch die deutsche Kultur kennenlernen.“ Dies habe bei ihm vor allem zu kultureller Offenheit geführt, berichtete Lacalmette.

Lange Tradition deutsch-französischer Kooperation

Das Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin bietet seit mehr als 20 Jahren einen gemeinsamen Studiengang mit dem Institut d' Études Politiques de Paris (Sciences Po) an, der im Bereich der Politik- und Sozialwissenschaften der erste von der DFH geförderte Studiengang war. Pro Jahr werden bis zu 20 Studierende in diesen Studiengang aufgenommen, der von Dr. Sabine von Oppeln, stellvertretende Leiterin der Arbeitsstelle Europäische Integration am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität, koordiniert wird. Vor zwei Wochen wurde ein Kooperationsvertrag mit der École des Hautes Études Commerciales für die Einrichtung eines zweiten Doppel-Masterstudiengangs unterzeichnet: „Public Policy und Management“.

Am 28. Mai 2009 findet anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten die „Europäische Messe für Forschung und Karriere – RESEARCH“ im Henry-Ford-Bau der Freien Universität statt. Auf der Messe, auf der 1500 junge Forscher und 60 Aussteller erwartet werden (Firmen, Forschungszentren und Vertreter europäischer Universitäten) soll der Kontakt zwischen Wissenschaft und Wirtschaft gefördert werden.