Freie Universität Berlin


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„Wir wollen die Kontakte zwischen den Universitäten in Deutschland und China ausbauen!“

Konferenz an der Freien Universität zum Auftakt des Deutsch-Chinesischen Wissenschaftsjahrs

01.04.2009

Chen Xiaoya, Vizeministerin Chinas für Bildung, Prof. Dr. Wan Gang, Minister Chinas für Wissenschaft und Technologie, Bundesbildungsministerin Prof. Dr. A. Schavan, Prof. Dr. D. Lenzen, Präsident der Freien Universität
Chen Xiaoya, Vizeministerin Chinas für Bildung, Prof. Dr. Wan Gang, Minister Chinas für Wissenschaft und Technologie, Bundesbildungsministerin Prof. Dr. A. Schavan, Prof. Dr. D. Lenzen, Präsident der Freien Universität Bildquelle: Andreas Teich
Der Chinesische Akademikerchor Berlin singt zur Eröffnung
Der Chinesische Akademikerchor Berlin singt zur Eröffnung Bildquelle: Andreas Teich
Bundesbildungsministerin Annette Schavan und der Minister für Wissenschaft und Technologie der Volksrepublik China, Prof. Dr. Wan Gang
Bundesbildungsministerin Annette Schavan und der Minister für Wissenschaft und Technologie der Volksrepublik China, Prof. Dr. Wan Gang Bildquelle: Andreas Teich

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Professorin Annette Schavan, der Minister für Wissenschaft und Technologie der Volksrepublik China, Professor Wan Gang, und die Vize-Ministerin für Bildung der Volksrepublik China, Chen Xiaoya, haben an der Freien Universität Berlin das Deutsch-Chinesische Jahr der Wissenschaft und Bildung 2009/10 eröffnet. Im Anschluss daran diskutierten Hochschulvertreter auf einer zweitägigen Konferenz neue Formen der wissenschaftlichen Kooperation beider Länder.

Das Reich der Mitte war überall präsent. Auf den Tischen im Foyer des neu eröffneten Seminaris CampusHotels standen am Montagabend chinesische Knabbereien, der Innenhof war in den roten und gelben Farben des chinesischen Drachens erleuchtet, der das deutsch-chinesische Wissenschaftsjahr als Symbol begleitet, und im großen Vortragssaal des hoteleigenen Konferenzzentrums begrüßte der Chinesische Akademikerchor Berlin die Gäste mit chinesischen und deutschen Liedern. Deutschland wolle in Zukunft noch viel enger mit den Hochschulen der Volksrepublik zusammenarbeiten, betonte Ministerin Schavan in ihrer Begrüßungsrede. Ihr chinesischer Amtskollege hält eine engere Verzahnung insbesondere in Zeiten der Wirtschaftskrise sogar für unverzichtbar.

Wie die Wissenschaft stärker kooperieren kann, darüber diskutierten am Dienstag und Mittwoch etwa 120 Vertreter von Hochschulen und Wissenschaftsorganisationen aus beiden Ländern in der Auftaktkonferenz „New Forms of Graduate Education – Joint Graduate Programs“ zum bilateralen Wissenschaftsjahr. Auch Professorin Naijia Guan gehörte zu den Teilnehmern. „Wir suchen starke Partner für Kooperationen, Studentenaustausche, Gastprofessuren und Konferenzen“, sagt die Vize-Präsidentin der NanKai University, die sich nicht nur über die vielen Kontaktmöglichkeiten während der Konferenztage freute, sondern auch über die Gelegenheit, die Freie Universität kennenzulernen. „Eventuell schicken wir sehr gute Studenten von unserer Universität zur Summer School an die Freie Universität Berlin." Dass chinesische und deutsche Studierende gut harmonieren, steht für Professor Kai Huang von der Southeast University außer Frage: „Ich mag deutsche Studenten, sie sind sehr diszipliniert und objektiv.“ Seine Heimatuniversität unterhalte schon viele erfolgreiche Beziehungen zu deutschen Universitäten. „Und wir wollen die Kontakte ausbauen.“

Großes Interesse an gemeinsamer Graduiertenausbildung

Aufbau und Struktur von gemeinsamen Programmen für die Doktorandenausbildung sowie Qualitätsmanagement und interkulturelle Kompetenzen waren wichtige Themen der Konferenz. „Wir sind sehr erfreut über das große Interesse von chinesischer Seite an gemeinsamer Graduiertenausbildung“, sagt Dorothea Rüland, Direktorin des „Center for International Cooperation“ der Freien Universität. „Der China Scholarship Council, das Pendant zum Deutschen Akademischen Austauschdienst, hat für unsere Konferenz eine hochrangige Delegation aus Vizepräsidenten und Deans der Graduate Schools zusammengestellt. Die Diskussionen über die Ausgestaltung, Chancen aber auch Schwierigkeiten in der gemeinsamen Doktorandenausbildung wurden mit sehr großer Offenheit geführt.“ 

Die Freie Universität unterhält seit Jahren enge Kooperationen mit Wissenschaftseinrichtungen in China. So wurde 2006 das erste deutsche Konfuzius-Institut als europäisches Referenzinstitut auf dem Campus der Freien Universität angesiedelt. Ein Jahr später eröffnete die Universität eine eigene Repräsentanz in Peking, als dritte Außenstelle nach New York und Moskau. Mittlerweile pflegt die Freie Universität Partnerschaften mit neun Universitäten und wissenschaftlichen Einrichtungen in China.