Freie Universität Berlin


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Engagement für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet

Studentinnen der Freien Universität haben den ersten und zweiten Platz im GTZ-Wettbewerb "Zwischen Hörsaal und Projekt" belegt

09.02.2009

Siegerin Charlotte Schumann (rechts) und Zweitplatzierte Jocelyn Xin Ling Ng
Siegerin Charlotte Schumann (rechts) und Zweitplatzierte Jocelyn Xin Ling Ng Bildquelle: Svenja Radtke

Charlotte Schumann und Jocelyn Xin Ling Ng überzeugten die Jury bei der diesjährigen Hochschulinitiative der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), die den Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis der Internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung stärken soll. Die Studentinnen erhalten eines der begehrten GTZ-Praktika in einem Land ihrer Wahl.

"Ich habe mich neu in das Thema eingearbeitet und bin glücklich, meine wissenschaftlichen, ethnologischen Kenntnisse praktisch anwenden zu können", freute sich Charlotte Schumann, Studentin am Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaft der Freien Universität über den ersten Preis der GTZ-Initiative "Zwischen Hörsaal und Projekt 2008/2009". Ihr Projekt "Stärkung indigener Organisationen in Lateinamerika" überzeugte die Jury unter anderem durch die "klare, tiefgehende Analyse der Spannungsfelder und Interessenkonflikte". Die australische Austauschstudentin und zweitplatzierte Jocelyn Xin Ling Ng befasst sich in ihrem Projekt mit "Small and Medium Enterprise Development for Sustainable Employment" auf den Philippinen. "Ich habe durch mein Projekt viel über Finanzwirtschaft gelernt", erzählt die Studentin der Theaterwissenschaft.

Rekordbeteiligung

In diesem Jahr verzeichnete die GTZ-Initiative mit mehr als 130 Teilnehmern von elf Hochschulen eine Rekordbeteiligung. Im Wintersemester 2008/2009 haben die Studierenden vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen Fachrichtung, wie etwa Naturresourcenmanagement, Politikwissenschaften oder Geographie, Projekte der Internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung untersucht. Die GTZ unterstützte die Studierenden bei der Themensuche und vermittelte Kontakte zu GTZ-Kollegen in Deutschland oder im Ausland. Von den zwölf Projekten, die es in die Endrunde schafften, stammten sieben von Studierenden der Freien Universität . Vergangenen Donnerstag wählte die fünfköpfige Jury die drei besten Arbeiten aus, die mit Praktikumsplätzen in der GTZ oder anderen Institutionen prämiert wurden.

Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis

Das Projekt „Zwischen Hörsaal und Projekt“ gibt es seit 2001. Es möchte im Bereich nachhaltiger Entwicklung eine Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis bilden. Die Initiative versucht, die Ergebnisse wissenschaftlicher Arbeit mit den Erfordernissen praktischer Tätigkeit zu verbinden. Gleichzeitig soll die Arbeit an deutschen Hochschulen sowie an Universitäten in Entwicklungsländern stärker mit der internationalen Kooperation vernetzt werden.

Der Wettbewerb richtet sich an Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen und geht auf eine Idee von Regine Schönenberg, Politologin am Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin, zurück. Von der UNESCO wurde „Zwischen Hörsaal und Projekt“ bereits zwei Mal als „Offizielles Projekt der UN-Dekade zur Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005-2014“ ausgezeichnet.