Virtueller Standort

Ausgezeichnet: „v:scout“ ist das interaktive Raum-Informationssystem der Philologischen Bibliothek

16.01.2009

Im Online-Katalog der Philologischen Bibliothek wird der genaue Regalstandort des Buches angezeigt
Im Online-Katalog der Philologischen Bibliothek wird der genaue Regalstandort des Buches angezeigt

Das innovative elektronische Leit- und Informationssystem ist direkt mit dem zentralen Online-Katalog der Freien Universität verbunden. Es kann von den Recherchestationen in der Bibliothek aus sowie im gesamten Internet genutzt werden. Von der Berliner Landesinitiative Projekt Zukunft wurde v:scout kürzlich ausgezeichnet.

„v:scout“ zeigt den Bücherstandort an und erleichtert somit den Benutzern der Philologischen Bibliothek die Orientierung im Gebäude und das Finden der Medien. „Das System ist sehr praktisch. Es erspart mir, durch die langen Gänge zu laufen, bis ich die richtige Signatur gefunden habe“, bestätigt eine Bibliotheksnutzerin. Darüberhinaus reduziert es den Zeitaufwand von Bibliotheksangestellten für Auskünfte erheblich. Ist das gewünschte Buch im Onlinekatalog der Bibliothek gefunden, genügt ein Klick auf „Regalstandort anzeigen“ oder die Signatur, um den Platz durch eine farblich hervorgehobene Darstellung innerhalb der 24.000 m Regalfläche komfortabel zu finden. Den Benutzern stehen eine zweidimensionale Grundrissansicht, eine 3D-Ansicht sowie eine einfache Textansicht zur Verfügung. Die 3D-Ansicht wird durch eine integrierte Zoomfunktion, einen Wegweiser vom aktuellen Standort zum gesuchten Medium sowie durch Rollover-Effekte abgerundet.

Bereits die Zugriffsstatistiken seit der Einführung im Mai 2006 von rund 500 Aufrufen am Tag zeigen, dass das Raum-Informationssystem gerne genutzt wird. „Die Bibliothekarinnen an der Auskunftstheke können sich jetzt viel intensiver auf inhaltliche Fragen der Bibliotheksnutzer konzentrieren“, erläutert Klaus Ulrich Werner, Leiter des Bibliotheksbereichs Philosophie und Geisteswissenschaften, der die Idee zu diesem Service der Philologischen Bibliothek hatte, „früher machte die Suche nach dem Standort eines Buches 90% aller Fragen aus“.

v:scout wurde nach einer Idee der Philologischen Bibliothek von der Berliner Firma arTec entwickelt und hat bereits einen weiteren Anwender gefunden. Die Universität St. Gallen hat das System in diesem Wintersemester unter dem Namen Mediascout übernommen.

Projekt des Monats November 2008

Die Berliner Landesinitiative Projekt Zukunft hatte v:scout als Projekt des Monats November 2008 ausgezeichnet. Besonders sein Nutzwert, sein Innovationsgehalt und seine Mittelstandseignung überzeugten die Initiative. Projekt Zukunft vernetzt die Medien-, IT- und Kulturwirtschaft untereinander und bringt sie mit Wissenschaft, Politik und Verwaltung in Kontakt. Sie fördert dabei wirtschaftliche und kulturelle Innovationen. Unter dem Dach der Senatsverwaltung ist die Initiative das größte Kommunikations- und Fördernetzwerk in der Hauptstadt und kooperiert mit zahlreichen Institutionen aus Politik und Verwaltung in Berlin und Brandenburg.