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Wissen, was Europa bewegt!

Ein Start-up-Unternehmen der Freien Universität öffnet mit seiner europäischen Nachrichtenplattform neue Perspektiven

22.09.2008

Gründer von Imooty.eu: Blaise Bourgeois, Serana Botti und Kristoffer Lassen
Die Gründer von Imooty.eu: Blaise Bourgeois, Serena Botti und Kristoffer Lassen Bildquelle: Freie Universität / Hambura

Das Start-up Imooty.eu bietet auf einer Website die Artikel von mehr als 550 Zeitungen aus 19 europäischen Ländern an. So können Nutzer auch auf Reisen die Schlagzeilen der Medien ihres Heimatlandes lesen - ohne auf unzählige Websites zugreifen zu müssen. So kann ein Thema auch aus unterschiedlichen Blickwinkeln aus vielen Zeitungen und Ländern verfolgt werden.

In Europa leben mittlerweile 520 Millionen Einwohner – aber der Staatenbund hat immer noch keine eigene Öffentlichkeit. Nach wie vor erscheint die Europäische Union vielen Menschen nicht als spannendes Projekt von historischer Bedeutung, sondern lediglich als abgehobene Eliten-Idee. Blaise Bourgeois sieht das Problem Europas vor allem in der mangelnden Debatte: „Mich hat es schon lange gestört, dass es keine europäische Öffentlichkeit gibt. Die Europäer wissen und erfahren viel zu wenig voneinander.“ Bourgeois sieht einen Grund dafür in der europäischen Medienlandschaft, die weiterhin national strukturiert ist – und in der Europa nur wenig Platz findet.

Drei Europäer für Europa

Zusammen mit dem Norweger Kristoffer J. Lassen und der Italienerin Serena Botti gründete der Franzose Blaise Bourgeois deshalb die Nachrichtenplattform Imooty.eu. Sie ermöglicht den direkten Zugang zu den wichtigsten Online- und Printmedien der Länder der Europäischen Union, der Schweiz und Norwegens. Hier kann auf die Vielfalt der europäischen Nachrichten von einem Ort aus zugegriffen werden. Neben den nationalen Nachrichtenquellen findet der Nutzer bei Imooty auch einen separaten Blogbereich sowie eine Europa-Sektion, die wichtige mehrsprachige Publikationen und Diskussionsforen über die Europäische Union sammelt. In verschiedenen Themenbereichen von „Politik“ bis „Multimedia“ können die dort zusammengestellten Nachrichten nachgelesen werden. Die Suchmaschine auf der Seite erleichtert die Nachrichten-Recherche in unterschiedlichen Online-Zeitungen. Im Bereich „My Imooty“ können sich die Besucher einen personalisierten Multimedia- Bereich einrichten. Dort können sie ausgewählte Themen und Ressorts ihrer bevorzugten Nachrichtenquellen speichern und sogar mit dem Mobiltelefon abrufen.

Um das multimediale Angebot zu erweitern, arbeitet das Team von Imooty gerade an einem zusätzlichen Podcast- und IPTV-Angebot. Die Geschäftsidee hinter Imooty ist die Entwicklung und Vermarktung einer funktional und inhaltlich neuen Informationsplattform mit innovativer Such- und Navigations-Maschine. An Zeitungsverlage richtet sich die Web-2.0-Medienplattform von Imooty, auf der kostenpflichtige Premium-Dienste angeboten werden können: Nachrichten-Archive, tagesaktuelle PDF-Versionen der Zeitungen oder multimediale Inhalte für Mobiltelefone. Imooty soll Medienorganisationen die Möglichkeit geben, ihre RSS-Feeds und E-Paper über das „Imooty Newspaper Universe“ direkt hochzuladen und dort einem internationalen Publikum anzubieten.

Für Schlagzeilen sorgte das Team von Imooty auch schon selbst: Beim Gründerwettbewerb „Mit Multimedia erfolgreich starten“, der vom Bundeswirtschaftsministerium ausgerichtet wird, erhielt „Imooty.eu“ einen der Hauptpreise und 25.000 Euro.